IMG_2555-2BI-Vertreter sprachen mit dem Stabsleiter Städtebau und Raumordnung im Landkreis Harburg, Carsten Peters. Dabei ging es auch um die Besorgnis der Unversehrtheit des Bodens und des Grundwassers durch die Aufsuchungspläne der Kimmeridge GmbH im Feld Oldendorf ( größtenteils im Landkreis Harburg und im Grenzbereich der Landkreise Uelzen und Lüneburg). Carsten Peters skizzierte dabei eine raumordnerische Ordnung des Untergrunds im Rahmen der Neuaufstellung des Regionalen Raumordnungsprogramms 2025.
Das Aufsuchungsgebiet weist im Landkreis Harburg Flächen auf, die nahezu zu 100 % den öffentlichen Interessen gewidmet sind, Naturschutz-, Wasserschutz- , Landschaftsschutz- und Gebiete wie Flora- Fauna – Habitat.
Im Untergrund treffen die Interessen vieler Vorhaben aufeinander, so dass es eng wird. Die Absichten derjenigen, die Gas und Öl suchen und fördern (werden), und die Wassergewinnung treffen aufeinander. Nach Meinung der BI -Vertreterin Renate Maaß ist dies Anlass zu größter Besorgnis, denn es wird viel Wasser benötigt, wenn Kohlenwasserstoffe mit modernen Fracking Methoden aus dem Boden gefördert würden – egal, ob man es konventionell oder unkonventionell nennt. So sagt auch die BGR (Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe) in ihrem Bericht 2012 über Schiefergaspotential in Deutschland, dass bei konventionellen und unkonventionellen Lagerstätten grundsätzlich kein Unterschied besteht, wenn durch Fracking künstliche Risse Wegsamkeiten für den Zustrom von Öl und Gas zu den Bohrlöchern geschaffen werden.
In den letzten Jahren trafen im Landkreis verschiedenste Pläne und Interessen aufeinander: die der Erbauer von Gas-Trassen, der unterirdischen Gas- und Ölspeichernutzer, der Geothermiebohrer, der Planer von CO2-Speichern und nicht zuletzt der Archäologen aufeinander.
Auch, was schon im Untergrund an Altlasten liegt, ist nicht „aus den Augen -aus dem Sinn“. Gerade, wenn es um die Eingriffe in den Untergrund geht, müssten die höchsten Umweltstandards greifen. Eine unterirdische Raumplanung wurde, in Übereinstimmung von Kreisverwaltung und BI, für dringend notwendig angesehen, um die oberirdische Planung mit der im Untergrund in Einklang zu bringen. Gerade das, was wir nicht sehen, sollten wir nicht aus den Augen verlieren.

Renate Maaß

Foto: Ingo Engelmann – Fahrzeugpark einer Firma zur Entsorgung von Bohrschlamm, Kreis Harburg, 2014

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Fördert neuer LBEG-Präsident die Wende?

14 April 2014 Keine Kommentare

Das Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) hat seit dem 1.4.14 einen neuen Präsidenten: Andreas Sikorski. Sein Vorgänger, Ralf Pospich, wurde nach nur zwei Jahren an der Spitze des Bergamtes zurück gerufen in das Wirtschaftsministerium. Sein Dienstherr Minister Olaf Lies erklärte anlässlich der Ernennung von Sikorski: „Wie alle Bergbehörden bundesweit muss sich auch das […]

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Seit über einem Jahr “Kein Fracking in der Heide”

13 April 2014 Keine Kommentare

Vor genau einem Jahr bekam der Kampf gegen Fracking im Kreis Harburg einen Namen: unter dem Titel “Kein Fracking in der Heide” veranstaltete eine Arbeitsgruppe vom Runden Tisch Natur-, Umwelt- und Tierschutz Buchholz eine Informationsveranstaltung in Lims Sportbar. Drei Wochen später wurde dann die gleichnamige BI offiziell gegründet. Seitdem ist eine Menge passiert – hier […]

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Fracking-Pläne: Kimmeridge und Landesregierung Seit‘ an Seit‘

29 März 2014 Keine Kommentare

Die Aufsuchungsanträge der Firma Blue Mountain Exploration (BME) für das Feld Oldendorf liegen der BI „Kein Fracking in der Heide“ nach neunmonatiger Wartezeit nun endlich vor. Der Antrag auf Einsichtnahme wurde am 21. Juni letzten Jahres gestellt, nach einigen Finten der Firma Blue Mountain Exploration („…wir bieten Ihnen ein Gespräch an, wenn Sie im Gegenzug […]

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LBEG mauert munter weiter

9 März 2014 Keine Kommentare

Der Pressesprecher des Landesbergamtes (LBEG) hat schriftlich auf Fragen geantwortet, die bei dem Gespräch der BIs mit drei ranghohen Mitarbeitern des LBEG nicht beantwortet wurden. Begründung damals: das wissen wir nicht aus dem Gedächtnis, da müssen wir uns selbst schlau machen. Die jetzt als „Antworten“ deklarierten Auskünfte sind z.T. unvollständig oder unklar. Nur ein Beispiel: […]

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LBEG unter Druck: Phantom Blue Mountain ist geplatzt

5 März 2014 Keine Kommentare

Nach anderthalbjähriger Geheimnistuerei einer amerikanischen Heuschrecke und des niedersächsischen Landesbergamtes ist die Katze aus dem Sack: das LBEG hat mitgeteilt, dass vorgestern und gestern die Aufsuchungsfelder Oldendorf und Lüneburg von Blue Mountain Exploration auf die Firma Kimmeridge übergegangen sind. Das LBEG hat diese Übertragung per offiziellen Beschluss genehmigt. Stellt sich die Frage, was das nun […]

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LBEG bittet BIs zur Kasse

2 März 2014 Keine Kommentare

Bei dem Gespräch am 26.2. mit vierzehn BI-Vertretern aus neun Initiativen gegen Fracking und Gasbohren hatte das LBEG viele konkrete Fragen nicht beantworten können oder wollen, unter anderem solche Fragen wie – Wo wurden bisher Anträge auf Aufsuchungserlaubnis abgelehnt und aus welchen Gründen? – Gibt es im aktuellen Aufsuchungsgebiet (z.B. Oldendorf) Anträge oder Bewilligungen auf […]

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BIs treffen LBEG: Nettes Gespräch, Antworten werden nachgereicht

27 Februar 2014 ein Kommentar
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Am Anfang war der Leitende Bergdirektor Klaus Söntgerath noch nicht ganz so gut eingestellt auf das Niveau der Besprechung. “Nein, wir sagen gar nicht, dass alles sicher ist”, antwortete er. “Wenn ich jetzt hier die Treppe runtergehe, kann natürlich was passieren, ich kann stolpern. Nichts ist sicher.” Vor dem Gespräch war den LBEG-Mitarbeitern ein Blumengebinde […]

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Gift in der Nachbarschaft

23 Februar 2014 2 Kommentare

Die BI “Kein Fracking in der Heide” verfolgt aufmerksam, wie im Nachbarkreis Rotenburg mit den seit Jahrzehnten sich anhäufenden Problemen des Gasbohrens umgegangen wird. Wir waren daher auch dabei, als die Rotenburger Bürgerinitiative “Frackloses Gasbohren” zu einem Erfahrungsaustausch und einer anschließenden Demonstration an der Bohrstelle Bötersen Z11 eingeladen hat. Fast hundert Gegner des wasserbedrohenden Gasbohrens […]

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Bis die Blase platzt

16 Februar 2014 Keine Kommentare

Die Gefahr einer Gas-Blase werden schon lange heraufbeschworen. Da geht es mal um technisch-betriebswirtschaftliche Spiralen (Le Monde Diplomatique), mal um Desinformationsspiralen (taz und andere), zuletzt um die Spirale aus Klimaschutz und Geldwirtschaft (ZEIT). Letztlich geht es um immer wiederkehrende Themen: private Gewinne und öffentliche Hilfeleistungen, wenn mal wieder eine Blase geplatzt ist. * In „Le […]

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