Der nächste Schritt: Kimmeridge verabschieden!

Bürgerinitiative lädt ein zu Informations- und Diskussionsveranstaltung

Die Anti-Fracking-Aktivitäten zeigen Erfolge. Zuletzt hat die kanadische Firma PRD ihre Aufsuchungserlaubnis im Feld Uelzen zurückgegeben (s. Presseerklärung der BI Uelzen (1)). Davor hatte die britisch-deutsche Firma Celtic in Brandenburg (2) ihre Aufsuchungserlaubnisse zurückgegeben. Möglicherweise verzichtet Exxon auf die Aufsuchungserlaubnis in den Vierlanden (2a). Insbesondere der deutsche Ableger der britischen Celtique Energy Holding Ltd gab an, der Widerstand gegen die Aufsuchung (z.B. seismische Untersuchungen) habe zur Rückgabe geführt. Das geben sonst nicht alle so offen zu. Motto von Celtique: „Our most valuable asset is our reputation” (3) – unser wichtigstes Kapital ist unser Ruf….

Die niederländische Regierung hat jetzt ein Moratorium für Schiefergas-Fracking verfügt (4). Fünf Jahre lang soll Schluss sein mit der frack-gestützten Erdgasförderung z.B. in der erdbebengeplagten Region Groningen. Dort war das Förderungsvolumen eh schon um 40% reduziert worden, damit die Erde weniger wackelt. Die Fracking-Projekte im Grenzbereich zu Nordrhein-Westfalen sind damit vom Tisch,. Was die Ministerpräsidentin Kraft herzlich begrüßt – in Berlin wird zu beobachten bleiben, wie konsequent diese Anti-Fracking-Position dann auch in den Bundestagsabstimmungen durchgehalten wird.

Die Verschiebung des geplanten Fracking-Regulationspaketes (auch genannt Frackingermöglichungsgesetze) im deutschen Bundestag hat gezeigt, dass es der Koalition schwerer fällt als gedacht die erforderlichen Mehrheiten zu sichern. Kurz zusammengefasst: es läuft nicht schlecht für die Fracking-Kritiker.

Gerade in dieser bewegten Zeit müssen wir am Ball bleiben. Hier im Landkreis Harburg steht auf der Tagesordnung, der Firma Kimmeridge die geplanten seismischen Untersuchungen so sauer wie möglich zu machen. Für diese Untersuchungen muss Kimmeridge Straßen befahren und Grundstücke betreten. Die Straßennutzung kann durch Kommunen erschwert werden (letztes Beispiel für kommunale Maßnahmen gegen Straßennutzung: Walsrode (5). Für das Betreten und Nutzen von Grundstücken braucht Kimmeridge die Genehmigung der Eigentümer. Wir müssen uns darum kümmern, dass die verschiedenen politischen und individuellen Schritte synchronisiert und koordiniert werden.

Die BI „Kein Fracking in der Heide“ lädt darum Bürger und Kommunalpolitiker zu einer Veranstaltung ein:

Ort: Feuerwehrhaus Stelle-Ashausen, Duvendahl 14, 21435 Stelle

Zeit: Dienstag, 21. Juli 2015, 19:30

 

Themen:            Es geht um die Koordinierung der Aktionen gegen seismische Untersuchungen im  Aufsuchungsfeld Oldendorf sowie um die aktuelle Entwicklung im Bewilligungsfeld Meckelfeld (Stelle)

 

 

(1) https://www.facebook.com/groups/1399461633601941/

(2) http://www.moz.de/artikel-ansicht/dg/0/1/1401449
(2a) http://bohrplatz.org/lbeg-empg-gibt-erlaubnis-vierlande-wahrscheinlich-zurueck/

(3) http://www.celtiqueenergie.com/celtique.php?p=26

(4) http://www.derwesten.de/nrz/region/niederrhein/niederlande-stoppen-das-fracking-id10875619.html
(5) http://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/lueneburg_heide_unterelbe/Walsrode-laesst-ExxonMobil-nicht-auf-die-Strasse-,fracking660.html

 

(Ingo Engelmann)

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